Fuerteventura: Pauschal, all-inclusive…der ganz andere Urlaub 7.-14.1.2020

In Zeiten von Corona ist es ganz schön, sich an den letzten Urlaub zu erinnern. Vorfreude auf den nächsten Urlaub ist plötzlich nicht mehr möglich. Wer weiß, ob und wann wir wieder problemlos, ohne Beschränkungen reisen können. Und vor allem, wie ein zukünftiger Urlaub aussehen wird. Ich denke, die Krise wird Einiges verändern, auch das Reisebewußtsein der Menschen…

Schon beim Anflug hat man eine tolle Sicht auf die Vulkane

Eine kleine Auszeit vom Altag, zum mittlerweile ganz anderen Alltag. Nahm ich bisher Auszeiten vom beruflichen Alltag, ist es jetzt der Alltag mit Kind. Im letzten Jahr hat sich mein ganzes Leben verändert. Verliebt, verlobt, verheiratet und auch noch Nachwuchs bekommen. Aber als ob das noch nicht genug wäre, auch noch einen Zweitwohnsitz im Schwabenland.
Urlaub war aufgrund der Geburt unseres Sohnes und der veränderten Lebenssituation leider irgendwie nicht Thema. Umso mehr habe ich mich über die kleine Auszeit Anfang  des Jahres gefreut. Zumindest einmal eine Woche nur wir drei.

Traumhafter weitläufiger Strand bei Morro Jable
Leuchtturm Morro Jable

Doch wo sollte es für eine Woche hingehen? Zunächst dachten wir an Teneriffa, aber das ist mit Baby momentan nicht möglich. Ich kann nämlich nicht auf eine Insel mit tollen Gebirgen, die ich dann nicht erwandern kann. Da wir etwas Wärme wollten, blieb es bei den Kanaren. So entschieden wir uns für die Insel mit den wenigsten Gebirgen und schönsten Stränden: Fuerteventura.

Tatsächlich buchte ich eine Clubanlage mit All-inclusive-Angebot. Vor einem Jahr noch völlig undenkbar!

Iberostar Playa Gaviotas
Blick vom Hotel

Fuerteventura hat im Vergleich zu den anderen Kanareninseln die schönsten und vor allem weitläufigsten Strände, ist also für Strandspaziergänge prädestiniert. Unsere Clubanlage befand sich ganz im Süden am 25 km langen Strand Playa Gaviotas. Die Anlage und auch die Umgebung, insbesondere der Strand, haben uns nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Mit Baby kann man hier stundenlang spazieren gehen. Der Strand ist weitläufig und parallel dazu ist eine Promenade mit Fuß-, Walking-und Radwegen sehr gut ausgebaut.

Großzügige Fuß-und Radwege neben der Straße parallel zum Strand
Naturschutzgebiet

Man kann von Gaviotas bis zum Hafen in Morro Jable (einfache Strecke ca. 5 km) laufen oder in die andere Richtung nach Esquinzo (einfache Strecke ca. 4 km). Hier durchquert man einige Buchten, die nur bei Ebbe gut begehbar sind, bei Flut muss man etwas über die Steine klettern.

Richtung Esquinzo bei Flut

Die Temperaturen waren angenehm, frühlingshaft immer Anfang 20 Grad. Wie üblich auf den Kanaren, wehte fast immer ein kühler Wind. Zum Baden im Meer, selbst im Pool, war es zu kalt. Trotzdem sprang Mario mit Finn einmal in den Pool…

Windschutzbuchten findet man überall

Natürlich kann man auf Fuerteventura auch wandern gehen. Der Wanderweg zum höchsten Berg, dem Pico de la Zarza, befand sich sogar in unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft. Ich wollte zumindest einen Teil des ca. 15 km langen Weges gehen. Allerdings ist der Weg nicht wirklich gut ausgeschildert, so dass wir uns schon ziemlich bald verliefen und auf einem anderen Hügel landeten.

Bei diesem ging es dann allerdings nicht weiter. Wir gingen ein Stück zurück und versuchten auf einen naheliegenden Aussichtspunkt eines anderen Vulkans in der Nähe hoch zu kommen, aber wir brachen nach einer Zeit ab. Das Problem war, das die Wege von Vulkangestein geprägt sind, hauptsächlich Geröll und es dadurch extrem rutschig ist. Aufwärts geht das immer noch, abwärts allerdings ohne Stöcke und mit Baby umgebunden ist es eine sehr heikle und gefährliche Angelegenheit.

Obwohl ich natürlich immer noch ein Stück höher wollte gab ich irgendwann den vernünftigen Argumenten meines Mannes nach und kehrte um, und tatsächlich war ich heilfroh als wir wieder unten ankamen ohne zu stürzen, denn es war wirklich sehr sehr rutschig. Außerdem hatten wir nur normale Turnschuhe dabei die auf Geröll aus Lavastein auch nicht gerade das geeignetste Schuhwerk sind.

Als wir den Urlaub buchten, dachte ich noch, dass eine Woche extrem kurz sei. Allerdings bei der momentanen Situation genügte eine Woche voll und ganz. All inklusiv ist an sich eine schöne Angelegenheit, allerdings konnten wir nach 4 Tagen kein Buffet mehr sehen und hätten uns doch mehr über ein nettes Strandlokal mit frisch gegrilltem Fisch gefreut.

Tolle Kampagne auf den zahlreichen öffentlichen Mülleimern

Alles in allem für eine schöne Familienzeit in diesem Alter mit einem dreimonatigen Babys der perfekte Urlaub.


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