Nepal: Everest-Trekking von Namche Bazar nach Lukla und Rückflug nach Kathmandu 17.10.2018 – 19.10.2018

17.10.2018 Namche Bazar (3.440 m)

Ich schlief aus, frühstückte in Ruhe und machte mich gegen 8h erst zum Spaziergang Richtung Thame auf. Nichts tun und keine Bewegung kam natürlich nicht in Frage, immerhin schien die Sonne und ich befand mich in einer wunderschönen Bergwelt.

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Blick auf Namche mit meiner Unterkunft, der schönen Panorama Lodge

Um Namche herum kann man viele Wanderungen in alle Richtungen unternehmen und jede einzelne ist besonders und außergewöhnlich. Ich entschied mich, Richtung Thame zu gehen, da wir in diese Gegend bisher nicht gewandert sind. Es war ein wunderschöner gemütlicher Weg, nach einem etwas anstrengendem Aufstieg kam ein schönes Waldgebiet, welches immer wieder tolle Blick auf die Berge ermöglichte.

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Viele buddhistische Stupas und Manisteine in allen Farben und Formen machten die Landschaft noch außergewöhnlicher. Unterwegs begleitete mich für 20 Minuten ein ca. 10 jähriges nepalesisches Mädchen. Sie erzählte, dass sie aufgrund des momentan stattfindenden Festivals einen Monat lang Ferien hat und stellte mir viele Fragen. Die Kinder sprechen gerne und sehr interessiert mit Touristen, auch, um ihre Englischkenntnisse anzuwenden.

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Immer wieder beeindruckend, was die Menschen in diesen Höhen mit ihrer Körperkraft transportieren.

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Wäschewaschen und -trocknen an der gemeinschaftlichen Wasserstelle im Dorf

Ich spazierte nur langsam, genoss die Blicke und die unendliche Ruhe. Obwohl es mir zwei Tage zuvor noch sehr schlecht ging, fühlte mich gut erholt, wollte mich aber nicht direkt wieder überanstrengen und so kehrte ich kurz vor Thame wieder Richtung Namche um. So langsam nahm ich hier schon einmal Abschied von Nepal. Die Vorfreude auf zuhause war mittlerweile sehr groß.

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Bettina und Chris kamen gegen 15 Uhr in Namche an. Wir gingen ins Zentrum und feierten zum einen unser Wiedersehen, zum anderen Chris Geburtstag und die Verlobung der beiden in einer Bar mit Kuchen und Bier. Das erst Mal seit Wochen Alkohol und dann noch in dieser Höhe, ich fühlte mich direkt nach einem Bier betrunken.

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Zum Abendessen gingen wir wieder in unsere Lodge und gönnten uns noch ein Glas Wein. Zur Überraschung fand noch eine Geburtstagsgratulation für Chris statt. Die ganze Lodge-Mannschaft tauchte zum Gratulieren auf, überreichte einen Kuchen, ein Souvenir-Yak und einen traditionellen buddhistischen Schal, der Glück bringen soll. Ein schöner entspannter Tag mit einem tollen Ausklang.

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Noch einmal klassisch Dal Bhat

18.10.2018 Abstieg von Namche (3.440 m) nach Lukla (2.860 m) 18 km

Wir frühstückten erst spät und starteten daher erst kurz nach halb neun.

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Der Abstieg von Namche Bazar über die Hillary Brücke nach Phakding und weiter bis Lukla beinhaltete nur einen steilen Aufstieg, ansonsten war der Weg in diese Richtung sehr angenehm zu laufen. Lukla erreichten wir gegen 16 Uhr.

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Im Ziel 🙂

Ein sehr seltsamer Ort. Er besteht lediglich aus einer Straße mit Restaurants und Unterkünften und mittendrin befindet dich der Flughafen. Am Tower vorbei, der Start- und Landebahn entlang, folgen auf der anderen Seite weitere Unterkünfte.

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Der Flughafentower mitten in der Straße…

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Die legendäre Start- und Landebahn des gefährlichsten Flughafens der Welt… Direkt Drumherum Lodges.

Der Ort war wie erwartet sehr voll, da viele natürlich versuchen, von hier einen Rückflug nach Kathmandu zu bekommen. Viele Lodges waren ausgebucht, aber wir ergatterten noch ein Drei-Bett-Zimmer. Den Tag ließen wir zunächst bei Kaffee und Kuchen im Ort, anschließendem Bier in einer Bar und abends gemütlich beim Essen in unserer Lodge ausklingen.

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Es gibt Kölsch – unglaublich 🙂

Wir hofften natürlich sehr, dass am morgigen Tag die Flüge starten konnten und wir nicht wie bei der Anreise festsaßen.

19.10.2018 Flug von Lukla – dem gefährlichsten Flughafen der Welt

Wir waren früh wach und hatten Bange, dass der Flug wieder nicht starten würde. Der Mini-Flughafen ist schon etwas Besonderes. Bereits aus unserem Lodge-Zimmer konnten wir die ersten Maschinen starten und landen sehen.

Die Flughafenhalle ist winzig, die Gepäckkontrolle ein Witz. Röntgengeräte oder ähnliches gibt es nicht, lediglich die Frage, ob wir gefährliche Güter mitführen würden. Die meisten Fluggesellschaften haben nur ein bis zwei Maschinen und so muss man nach dem Start der Maschine warten, bis diese hoffentlich schnell zurückkommt und dann das Wetter noch mitspielt, damit sie noch einmal fliegen kann. Unsere Maschine hatte 1,5 Stunden Verspätung, angeblich wegen viel Verkehr auf dem Flughafen in Katmandu. Und tatsächlich, die Erlösung kam: Unser Flug konnte starten!!! Das Flugzeug war sehr klein, lediglich Platz für 15 Personen. Zwischen Pilot und Passagieren gab es keine Wand, so dass wir auch vorn aus dem Fenster schauen konnten. Der Flug dauert nur knappe 30 Minuten und war einmalig, so tolle Aussichten über Nepals Bergwelt, ein echter Panoramaflug. Uns wurde zwar etwas übel beim Fliegen, aber das war es wert.

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Ja…und das war es dann: Mein Nepal-Abenteuer.

Die schneebedeckten Eisriesen und die atemberaubende Landschaft der Achttausender war einfach außergewöhnlich, aber auch die spannenden Einblicke in die Kultur der dort lebenden Volksgruppe der Sherpa mit ihrer warmherzigen Gastfreundschaft war die Reise wert. Da natürlich viele Bergbegeisterte davon träumen, einmal den Mount Everest aus nächster Nähe zu bestaunen ist es kein Wunder, dass der Everest Base Camp Treck mit zu den am häufigsten frequentierten Routen des Landes gehört und zeitweise leider überlaufen ist.

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Kein Geldautomat in der Bergwelt, daher packenweise Gelscheine mitnehmen.

In Summe muss ich allerdings sagen, dass mir diese Extremen nun genügen. Über zwei Wochen kein fließendes Wasser, ständiges Frieren, schlafen in absolut einfachsten Verhältnissen, Toiletten aus der Steinzeit… Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen, die einen erden, klar machen, was wirklich wichtig im Leben ist und wie glücklich wir uns schätzen können in einem weit entwickelten westlichen Land geboren worden zu sein. Wir haben alles, was wir brauchen und noch viel viel mehr. Was leider aber auch oft unser Problem ist. Wertschätzung geht verloren, über alles wird sich beschwert, Probleme gesehen, wo gar keine sind. Denn trotz der Armut in den nepalesischen Bergen sind die Menschen dort wahrhaft glücklich, und das strahlen sie auch aus.

Namasté: „Ich grüße das Göttliche in dir“


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