Das Meer ruft! Trip an die Nordholländische Nordseeküste 30.06.-01.07.2018

Bei andauernden Temperaturen um die 30 Grad ruft das Meer, es schreit förmlich nach einem. Also nicht lange gezögert und spontan mit meiner Freundin beschlossen: Nordsee, Holland, Meer…wir kommen.

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Erst einmal Kaffee mit Meerblick…

Von Köln aus sind es ca. 300 Kilometer bis an die holländische Nordseeküste. Die Strecke, die wir die letzten Jahre von Berlin an die Ostsee zurücklegten, fahren wir also jetzt (wieder) an die Nordsee.

Trotz Vorsaison war es natürlich schwierig, noch eine (bezahlbare) Unterkunft zu bekommen. Aber das Glück war auf unserer Seite und wir fanden ein B&B zentral in Nordwijk.

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Da wir beide natürlich nicht den ganzen Tag am Strand liegen können, mieteten wir uns Fahrräder und fuhren sowohl Samstag als auch Sonntag jeweils 40 Kilometer die Küste entlang. Die Radwege sind sehr gut ausgebaut und werden auch gut genutzt. Viele Rennradfahrer sind hier unterwegs. Außer uns beiden (und natürlich den Rennrädern) hatten ca. noch 5 andere Radfahrer ein normales Fahrrad, alle anderen fuhren mit E-Motor. Daher können mittlerweile die Wenigsten nachvollziehen, wie es sich anfühlt, 20 Kilometer gegen den sehr starken Wind zu treten. Man glaubt nicht, wie hügelig Dünen dann sein können; Fitnessprogramm statt Faulenzen. Aber alle Anstrengung hat sich gelohnt. Die Dünenlandschaft ist sehr weitläufig und beeindruckend, die kilometerlangen Sandstrände mit ihren vielen verschiedenen modernen Beachbars laden zum Relaxen ein, die verschiedenen Orte bieten für jedermann etwas.

An den Promenaden stehen neben Fritten- und Eisbuden auch tolle Fischstände. Den Fisch sollte man allerdings im Umkreis von lediglich einem Meter verzehren, da man sonst sofort von den aggressiven Möwen angefallen wird, die auch lieber ein fertiges Fischbrötchen möchten anstatt selbst im Meer auf die Jagd zu gehen…

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Hier kurz die Orte von West nach Ost gelegen:

Scheveningen

Hier, im beliebtesten Badeort Hollands, erwartete uns ein kleiner Kulturschock. Nach den idyllischen kleinen Orten plötzlich der Ballermann von Holland. Eine Beachbar an der anderen, fast 40 Restaurants, Marktstände mit Kitsch, ein Riesenrad, Bungy- und Abseilturm, Spielhallen, Einkaufscenter. Der Strand überfüllt, trotz Vorsaison, allerdings kommen in der Hauptsaison noch mehr Besucher hierhin. Anscheinend aufgrund des teilweise feierwütigen Publikums sieht man selbst am Strand berittene Polizisten.

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Nett einmal gesehen zu haben, aber zur Erholung würde ich hier nicht hinfahren wollen.

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Berittene Polizisten am Strand.

Katwijk aan Zee

Ein schönes familienfreundliche Seebad mit dem schönen ältesten holländischen Leuchtturm und einer langen Strandpromenade. Hier gibt es mittlerweile Strandkörbe. Diese sehen allerdings wie hochgeklappte Särge aus; eine Bank, um die drei Wände gestellt wurden. Nicht vergleichbar mit den schönen Korb-Strandkörben an der Ostsee. Hier beginnt Richtung Westen verlaufend eine Dünenlandschaft mit vielen Seen. Es wurden Wanderwege integriert, mit dem Fahrrad ist der Zugang verboten.

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Nordwijk aan Zee

Nordwijk ist einer der schönsten Urlaubsorte Hollands. Aus Erfahrung kann ich berichten, dass selbst im Herbst und Winter hier eine schöne Atmosphäre herrscht. Zum Ausspannen optimal. Ein netter kleiner Ort mit 13-kilometerlangem Sandstrand, schönen Restaurants und tollen Beachbars. Etwas seltsam ist der Trend am Strand (nicht nur hier) bezüglich des übertriebenen Windschutzes. Mittlerweile hat jeder seinen Windschutz dabei, den er circa drei Meter um seine Liegefläche baut. Mehrere Anbieter stellen diesen auch mit Liegen bereits aufgebaut zur Verfügung, meist grau in grau. Irgendwie erinnert das an nomadische Zeltstädte…nicht so ansprechend.

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Traumhafter Sonnenuntergang im Branding Beach Club.

Zantvoort

Zandvoort ist bekannt für seine schönen Strände und Dünen. Für Motorsportfans ist Circuitpark Zandvoort ein Höhepunkt. Die Rennstrecke befindet sich in den Dünen und ist berühmt für ihre schnellen, scharfen Kurven. Man hört die „Raser“ schon von Weitem.

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Bloemendaal aan Zee

Willkommen im holländischen Ibiza. Bloemendaal ist für seine Strandpavillons berühmt. Coole Beachbars am langen Sandstrand, alte und junge Hippies. Öfter tun sich hier Strandbars zusammen und veranstalten Festivals direkt am Strand. An diesem Wochenende war hier ein Technofestival mit nicht so schönem Sound. Der Bass dröhnte den ganzen Strand entlang, daher kehrten wir hier nicht ein, sondern radelten in ruhigere Regionen.

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Let’s Party…

Eine schöne Ecke zum Erholen, egal zu welcher Jahreszeit. Leider kann die Nordseeküste nicht mit der Ostsee, insbesondere dem Darß, mithalten. Karibische weiße Strände und glasklares Meer gibt es hier nicht. Aber gelber Sand und ein etwas dunkleres Meer sind ja auch schön 😉

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FKK ist hier auch bekannt, nur netter ausgedrückt…

 

Zwei Tage Auszeit, die uns vorkamen, wie eine Woche. Sofort im Abschalt- und Urlaubsmodus. Das perfekte Wochenende!

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