Abgetaucht um Aufzutauchen-Tauchkurs Open Water Diver in Teneriffa 04.-06.03.2018

Da Katharina (www.diverettes.de) zwischenzeitlich in Teneriffa lebt, nutzte ich die Chance, bei ihrem Mann Ehab einen Tauchkurs zu absolvieren. Das hatte ich schon lange vor, aber irgendwie hatte es sich nie ergeben. Außerdem war ich mir auch nicht sicher, auf welche Qualitätsmerkmale man bei einer Tauchschule zu achten hat. Da ist es toll, wenn man Bekannte hat, die Ahnung haben.

So absolvierte ich meine Ausbildung als Open Water Diver über 3 Tage im Tauchcenter Aqua-Marina www.aqua-marina.com. Dieses Center hat ein eigenes Boot, so dass man verschiedene Tauchplätze anfahren kann. In vielen Tauchschulen wird nur vom Land aus getaucht und es fallen zusätzliche Kosten an, wenn man einen Boot-Tauchgang machen möchte. Mein Tauchlehrer Ehab war definitiv die beste Wahl. Er kann über 15 Jahre Erfahrung vorweisen mit unzähligen Tauchgängen, strahlt Ruhe aus und hat viel Geduld. Ich hatte bei ihm von Beginn an ein sicheres Gefühl. Zum Kurs gehört auch viel Theorie, sodass einige Abende mit Pauken verbracht werden mussten. Zum Glück hatte mir Katharina die Unterlagen schon vor dem Kurs mitgebracht, damit ich beginnen konnte und nicht zu viel Stress in den 3 Tagen hatte.

Am ersten Tag fanden verschiedenste Übungen im Pool statt. Abends nach dem Kurs und dem ersten Teil der Theorieprüfung, ging ich mit Katharina, Ehab und einigen ihrer Bekannten Cocktails trinken. Es war eine sehr lustige, internationale Runde. Von Neuseeland über Ägypten, Schottland, England, Deutschland und wer weiß woher noch überall. Viele waren Taucher, eine sehr offene freundliche Community, in der ich mich schnell willkommen fühlte. Am kommenden Tag ging es dann direkt zweimal vom Boot aus ins Meer.
Allein die Bootsfahrt war schon toll. Beim ersten Mal ging es ca. 20 Minuten hinaus zu einem Riff. In einer rasanten Fahrt sprangen wir über die Wellen mit tollen Blick auf die Küste und bei strahlendem blauen Himmel den Teide im Blick. Beim Tauchgang auf 10 Meter Tiefe hatte ich einige Probleme mit der Luftregulierung. Ich bin nicht mit Ehab getaucht, sondern mit einer anderen Lehrerin. Ich hatte soviel mit mir selbst zu tun, dass ich die Umgebung kaum wahrnahm. Als Ehab dann zum Schluss noch einmal kurz mit mir hinuntertauchte, klappte es viel besser. Der zweite Tauchgang war sensationell. Diesmal nur ca. 10 Minuten mit dem Boot hinaus und plötzlich tauchten Delfine um unser Boot auf. Wunderschön. Einer war in Spiellaune und sprang tatsächlich ganz aus dem Wasser und überschlug sich! Den Tauchgang machte ich komplett mit Ehab und es klappte alles. Wir gingen auf 13 Meter hinab, sahen viele Fische, beeindruckend allerdings die Riesenrochen (Bull Ray) mit sicherlich 2 Meter Spannweite, die greifbar in unsere Nähe kamen. Die großen Schildkröten konnte ich leider nur vom Boot aus sehen, aber auch das war herrlich. Den dritten Tag begannen wir mit einem Tauchgang vom Strand aus um einige Übungen zu absolvieren. Der schwierigste Teil, war der Weg mit vollem Equipment zum Strand, das bedeutet neben Tauchweste und Flasche auch noch einen 8 Kilogramm schweren Bleigürtel um die Hüfte geschnallt mitzuschleppen. Das war definitiv mehr Gewicht als mein Rucksack beim Wandern in Neuseeland. Nicht zu reden vom Rückweg, nachdem ich mich im Wasser total verausgabt hatte… In der Mittagspause legte ich dann meine restliche Theorieprüfung ab.

Der zweite Tauchgang startete wieder vom Boot. Dieses Mal zu einem Schiffswrack, das war natürlich der richtige Tauchplatz für mich. Wir gingen bis auf 20,4 Meter hinab, obwohl ich mit meinem Tauchschein eigentlich nur bis 18 Meter tief tauchen darf. Der Tauchgang klappte sehr gut. Ehab musste kaum berichtigen und wir schwammen entspannt neben- und hintereinander her.
Die Tauchcommunity ist wirklich spannend. Viele interessante Menschen aus aller Welt, die ihre bisherigen gut bezahlten Jobs aufgegeben haben, jetzt zum Teil 2 oder sogar 3 Jobs ausüben, um sich über Wasser zu halten aber sagen, dass es das Wert sei, denn nun seien sie glücklich. Und genau das ist es, was man in seinem Leben sein soll, einfach glücklich!

Manchmal muss man vielleicht „Abtauchen um wieder Aufzutauchen“. Mit neuer Energie, neuer Kraft, mehr Verständnis, Toleranz vor allem aber auch Ruhe und Frieden. Frieden mit sich selbst, seinem Leben, seinen Entscheidungen. Raus aus dem Alltag, dem Stress hinein in eine andere Welt. Neues wagen, sich ausprobieren, Grenzen testen und einfach das Leben in vollen Zügen genießen. Dafür sind wir hier: um zu leben und zu lieben…

Und so bin ich nun zertifizierter Open Water Diver…verrückt!


4 Gedanken zu “Abgetaucht um Aufzutauchen-Tauchkurs Open Water Diver in Teneriffa 04.-06.03.2018

  1. Welch ein tolles Abenteuer, liebe Pwggy und dann doch noch mal die spritzige Energie der Delfine erleben dürfen, was mich sehr gefreut hat.
    Herzlichen Glückwunsch zum Tauchschein 🙂
    Vaya Ashala (Gruss der Wale)
    Monika

    Gefällt 1 Person

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