Flucht in den ewigen Frühling-Teneriffas Südwesten 27.2.-10.3.2018

Nach meiner 4-monatigen Auszeit stand nach 11 Monaten endlich wieder ein Urlaub an, eine 11-tägige Auszeit. Um den Winter noch etwas abzukürzen entschied ich mich für die Kanarischen Inseln. Teneriffa wurde ausgewählt, weil ich dort noch nicht war, man gut wandern kann und sich hier der höchste Berg Spaniens befindet, der Pico de Teide.

Schon im Anflug ist der Pico de Teide zu sehen.

Aufgrund der ursprünglichen Planung, mit einem Freund zu fahren, ließ ich mich auf den Kompromiss ein, statt in einer netten Finca ein Luxushotel mit Frühstück zu buchen. Da der Flug einen Tag vorverlegt wurde, buchte ich mir die erste Nacht in einem Bed & Breakfast (Fat Hill Finca in Charco del Pino), ganz nett, aber plötzlich freute ich mich sehr auf die kommenden Nächte im Luxus…Irgendwie hatte ich doch gerade keine Lust auf Hostelstandard, sondern wollte mir mal was Schönes gönnen.

Um den weiteren Berichten schon etwas vorzugreifen, Teneriffa lehrte mich (und lehrt mich weiterhin), dass nicht alles planbar ist und mit Vertrauen und Liebe Wunder-volle Dinge passieren, in dein Leben kommen… Die Insel hat eine ganz besondere Energie!

El Medano

Der Ort befindet sich unweit des Flughafens und in der Nähe hatte ich meine erste Unterkunft gebucht, allerdings ca. 8 km ins Landesinnere hinein. Am ersten Abend fuhr ich für ein Stündchen nach El Medano. Die Sonne ging gerade unter und tauchte den Vulkanfelsen, der den Strand überragt und den man bereits beim Landeanflug sieht in ein tolles Licht.

Es war sehr stürmisch, sodass ich auf einen längeren Spaziergang verzichtete. Da es hier allerdings Teneriffas längste Strände gibt, fuhr ich am folgenden Tag noch einmal hin.

Das Wetter war weiterhin stürmisch und ab und zu fielen starke Regenschauer. Trotzdem machte ich mich auf die Küste zu erkunden und diese ist wirklich sehr schön und abwechslungsreich. Aufgrund der riesigen Wellen tummeln sich viele Surfer hier. Sogar internationale Wettkämpfe finden hier regelmäßig statt.

Die Küste ist zerklüftet und man kann vom gemütlichen Spaziergang bis zur mehrstündigen Wanderung alles machen. Im Ort wurde ein schöner Holzsteg angelegt, außerhalb weisen Wegweiser die richtige Richtung auf die beiden Vulkane.

Ich bestieg nur den Montana Bocinegro auf den Montana Roja verzichtete ich. Ich hatte nicht die richtigen Schuhe an, da ich gar nicht auf Wanderung eingestellt war und aufgrund des bereits starken Windes und der Sturmwarnung blieb ich mal vernünftig.

Jedenfalls ein schönes Örtchen, was noch nicht zu sehr vom Tourismus geprägt ist und durch sein unmittelbares Umland und die Nähe zum Flughafen punktet.

Las Galettas

Ein kleines Örtchen mit einer gechillten Atmosphäre. Ursprünglich einmal ein Fischerdorf, aber davon ist natürlich seit dem Tourismus nicht mehr viel übriggeblieben.

Oberhalb der Marina tummeln sich Aussteiger an einem Hippiestrand. Sehr zu empfehlen ist das Café bzw. Englisches Teehaus Lilies Garden. Wunderschön und mit viel Liebe eingerichtet bietet es leckere Kuchen, Tartes und Getränke. Ich testete das kanarische Getränke Barraquito con Lico, ein Kaffegetränk mit süßer Milch und Likör-sehr lecker!

Ich traf mich hier mit Katharina, die ich in Berlin vor Jahren kennenlernte und die mittlerweile mit ihrem Mann auf Teneriffa lebt. Bei ihrem Mann, einer der erfahrensten Tauchlehrer auf der Insel, werde ich in den nächsten Tagen meinen Tauchschein machen…öfter mal was Neues probieren. Auch Katharina ist tauchbegeistert. Schaut gerne mal auf ihrem Blog www.diverettes.de vorbei.

Costa Adeje
Hier hatte ich das luxuriöse Hotel H 10 Costa Adeje Palace gebucht. Ein riesiger Klotz mit mehreren Restaurants, Außen- und Innenpools direkt am Strand. Alles in allem für so ein Hotel aber gut aufgeteilt und die Lage direkt am Meer ist natürlich überzeugend.

H10 Costa Adeje Palace

Der Ort selbst ist nicht gewachsen, sondern wie auch die unmittelbar angrenzenden Orte aufgrund des Tourismus mit Hotelanlagen als Feriensiedlung angelegt worden. Costa Adeje ist aber glücklicherweise etwas ruhiger als Playa de las Americas, dem absoluten Tourismuszentrum, der mit kanarischer Lebenskultur gar nichts mehr zu tun hat. Da ich dort meinen Tauchkurs absolvierte bekam ich etwas mehr Einblick (leckere Cocktails bekommt man schon…). Es erinnert aber doch sehr an Ballermann, das Publikum ist entsprechend.

Der Süden Teneriffas ist am wärmsten und sonnigsten, daher zieht es die meisten Touristen hier hin. Mit Auto ausgestattet ist es aber auch ein guter Ausgangspunkt für Touren in alle Richtungen, für mich natürlich zu Wanderungen in den Nationalpark und in den Nordwesten der Insel. Und ein bisschen chillen und Sonne tanken zwischendurch ist ja auch mal schön…

La Caleta
Das kleine Dorf grenzt nördlich direkt an Costa Adeje. Es besticht durch seine schöne kleine Strandpromenade mit netten Cafés und Bars.

Am nördlichen Ende der Badebuchten schließt sich ein großes Lavafeld an, von dem aus man wunderschöne Ausblicke auf die Buchten von Costa Adeje und La Caleta hat.

In die andere Richtung schließt sich hier Spaghetti-Beach an, ein großes Areal mit vielen Hippies, die hier in den Hängen Zelten oder sogar in Höhlen wohnen. Eine verrückte Szenerie. Einige verkaufen in selbstgebauten Hütten Cocktails zu günstigen Preisen, aber auch alles andere als Alkohol kann man hier sicherlich bekommen…

Überall zwischendrin Zelte, Hütten und bewohnte Höhlen der Hippies

Ich nutzte diese Strecke zum Joggen, teilweise allerdings fast Trailrunning in den Lavafeldern.

Mehr zum Südwesten folgt…


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