Winterauszeit im Harz 26.-28.01.2018

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Winter: nass kalt dunkel… nicht meine Jahreszeit. Aber natürlich kann auch der Winter schön sein. Einfach rein ins kalte Grau-in-Grau und vielleicht wird man sogar mit einem sonnigen Winter-Tag belohnt…

Mit einigen Freunden planten wir spontan ein Wochenende im Harz. Eine Schneeschuhwanderung und Rodeln war der Wunsch, aber das Wetter spielte nicht mit. Es lag zu wenig Neuschnee für Schneeschuhe.

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Spaß auf der Eisbahn

Aber es gibt ja Alternativen… Wir entschieden uns für eine Unterkunft in dem idyllischen Örtchen Ilsenburg, von dem zu Fuß aus die Besteigung des Brockens möglich ist (12 Kilometer 850 Höhenmeter-eine Strecke), unserem angepeilten Ziel. Ich war noch nie im Harz, vielleicht als Kind, allerdings ohne Erinnerung, und war positiv überrascht. Mitten im flachen norddeutschen Lande plötzlich ein Gebirge mit einem Berg von 1.140 Metern Höhe, tatsächlich höher als „mein Thüringer Wald“!

Im Harz muss man Kurbeitrag bezahlen, kann dafür allerdings mit allen Bussen frei fahren und erhält auf zahlreiche Angebote Rabatt. Den Bus nutzte ich dann auch nach der Anreise direkt mit einer Freundin, um Wernigerode zu erkunden. Ein sehr gemütliches Fachwerkstädtchen über dem ein schönes Schloss thront.

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Wernigerode

Am Abend zurück waren auch die anderen sieben Freunde eingetroffen. Was für ein Wiedersehen! Drei von Ihnen hatten Bettina und ich auf unserer Wanderung in Neuseeland kennengelernt. Letztes Jahr im Nirgendwo am anderen Ende der Welt, jetzt in Deutschland auf dem Weg den Brocken zu erklimmen. Gemeinsam ging es zunächst nach Bad Harzburg auf die Eisbahn und anschließend gemütlich zum Pizzaessen.

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Überall Hexen im Harz…

Am nächsten Tag machten wir uns früh bei Sonnenschein auf Richtung Brocken. Wir folgten dem Heinrich-Heine-Weg, ein schöner Wanderweg, der nur an einigen Stellen durch umgestürzte Bäume aufgrund des Unwetters ein paar Tage zuvor ein paar „Kletterpassagen“ bereithielt.

Das Glück ist eine leichte Dirne, Und weilt nicht gern am selben Ort; Sie streicht das Haar dir von der Stirne Und küßt dich rasch und flattert fort.

Frau Unglück hat im Gegentheile Dich liebefest an’s Herz gedrückt; Sie sagt, sie habe keine Eile, Setzt sich zu dir an’s Bett und strickt.

Heinrich Heine (1797 – 1856)

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Gipfel des „Kleinen Brocken“
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Ziel in Sicht

Auf der Brockenkuppe war es sehr windig und zwischenzeitlich eiskalt. Da sich hier allerdings ein Hotel und Restaurants befinden, konnten wir uns bei Pommes und Glühwein aufwärmen.

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Plötzlich Menschenmassen…
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Heimat, Wurzeln…Das Thema scheint mich zu verfolgen…

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Länger auf dem Gipfel zu verweilen ist nicht besonders entspannend. Die Aus- und Weitblicke sind zwar gigantisch, allerdings auch die Besucherströme, die zum größten Teil mit der historischen Brocken-Schmalspur-Bahn auf den Berg anreisen.

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Der Abstieg wurde dann abenteuerlich. Zunächst gingen wir einen Teil der nicht ansprechenden Brocken-Chausee hinab (asphaltiert) und bogen dann auf einen Teil des Teufelsstiegs ab. Hier lag plötzlich sehr viel Schnee und schon bald sollten wir uns an den Te Araroa in Neuseeland erinnern… Der Weg nicht mehr sichtbar, Einbrüche in den Schnee bis Hüfthöhe, aus denen man allein nicht unbedingt wieder herausgekommen wäre. Endlich wieder Abenteuer!

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Ehemalige Deutsch-Deutsche Grenze

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Glücklicherweise hatten auch unsere etwas unerfahreneren Mitwanderer Spaß an dem „Weg“. Bedenken hatten wir allerdings etwas, denn die Dämmerung nahte. Aber alles gut gegangen. Am Ende angekommen, war der Weg auch abgesperrt. Die Absperrung oben hatte man wohl vergessen…

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Nach einem phantastischen Sonnenuntergang über dem Brocken kamen wir am Abend erschöpft aber glücklich wieder in Ilsenburg an.

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Die Sonne verschwindet hinter dem Brocken

Immerhin ohne Training ein Tagesmarsch von ca. 28 km und einigen Höhenmetern! Nach einem stärkenden Essen gab es beim „Spieleabend“ sehr viel zu lachen!

Sonntagvormittag ließen wir das Wochenende bei einer gemütlichen Wanderung in Bad Harzburg zur Großen Harzburg ausklingen.

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Ein tolles Freunde-Wochenende, das mir mal wieder viel länger vorkam, als es tatsächlich war. Also: raus in die Natur! Es tut so gut!!!


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