​Bay of Plenty: Tauranga – Surferstrände im herbstlichen Wetter 8.-11.3.2017

8.3.2017

Es hatte die ganze Nacht ununterbrochen geregnet. Alles stand unter Wasser, sodass ich beim Gang ins Bad nasse Füße bekam (vom Zimmer aus mussten wir über den Hof, um ins Bad zu kommen). Chris und ich frühstückten noch gemeinsam in einem Café, bevor er mich netterweise trocken zum Bus brachte. Ich fuhr nach Tauranga Richtung Norden, Chris Richtung Süden. Irgendwie war es komisch sich zu verabschieden. Wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit und ich hatte das Gefühl, dass wir uns viel länger kennen als nur 4 Tage. Wirklich eine schöne Begegnung und wahrscheinlich treffen wir uns auf Bali wieder. Dort kann man immerhin auch einen Vulkan besteigen. Er war ja nun meine Vulkanbegleitung 😉 

Wegen dem anhaltenden Dauerregen konnte ich diesmal im Bus nichts sehen, daher schlief ich etwas.

Schöne Frauen in Tauranga

In Tauranga angekommen, hatte ich noch einen 20 Minuten Fußweg zum Hostel, das schön am Meer liegt. Den Bus wollte ich nicht nehmen. Daher war ich sehr schnell durchnässt. Das Wasser auf den Gehwegen stand zum Teil knöchelhoch, also war auch für nasse Füße gesorgt. Dafür konnte ich schon mittags einchecken. Wirklich ein schönes gemütliches Hostel (Appeltree Backpackers BBH). Ich ging noch schnell im Supermarkt Lebensmittel kaufen, bevor ich trockene Sachen anzog, Mittag machte und mich ins Bett verkroch. Zwischen dösen, lesen und mich um meinen Blog kümmern verging der restliche Tag. 


9.3.2017

Zunächst hatte ich eine unruhige Nacht, aber gegen 2 Uhr bin ich doch noch in einen tiefen Schlaf gefallen bis kurz nach 8 Uhr. Beim Frühstück war ich mir immer noch unsicher, ob ich hier 2 Tage verlängern oder noch nach Hamilton fahren sollte. Die Halbinsel Coromandel war wegen Überflutung durch die Regenfälle abgeschnitten, daher zu einer Insel geworden. Da erst für nachmittags wieder Regen angesagt war, beschloss ich etwas in die Stadt zu schlendern. Die Hostelmanagerin meinte, ich müsse unbedingt auf den Mount Maunganui, er sei nur 20 Minuten entfernt und ein schöner Fußweg sei vorhanden. Ich wunderte mich etwas, da ich meinte gestern gesehen zu haben, dass der Berg 8 Kilometer von meiner Unterkunft entfernt sei, aber ok, wenn sie es sagt. Also machte ich mich auf. 

Mount Maunganui von überall in Tauranga sichtbar-hier von der Marina

Wie ich schon nach kurzer Zeit feststellen konnte, ist man vielleicht mit dem Auto in 20 Minuten da, definitiv nicht zu Fuß. Und der schöne Fußweg führte unmittelbar entlang einer 4 spurigen Straße, vorbei am riesigen Industriehafen. Alles andere als schön. 

Nach ca. 1,5 Stunden erreichte ich den Ortsteil Maunganui, der mich sehr positiv überraschte. Tolle individuelle Geschäfte und Boutiquen, schöne Restaurants, gemütliche Cafés, moderne Beachhäuser und natürlich Streetart. Eine gut angelegte Strandpromenade mit vielen Sitzmögkichkeiten. Der Ortsteil befindet sich auf einer Halbinsel, an deren Ende der Mount Maunganui aus dem Meer ragt. 

So gibt es an der Seite zum Meer hin riesige Strände, die hauptsächlich von Surfern genutzt werden, die Seite zum Land bietet die ruhigeren Strände (hauptsächlich zum ruhigen Paddelbootfahren) und die Hafeneinfahrt. Die Insel ist am Ende nur ca. 30 Meter schmal, so dass man einfach zwischen den Stränden wechseln kann. Ich gönnte mir erstmal ein Eis und setzte mich an den Surferstrand, bevor ich mich an den Aufstieg des Berges machte.

Dieser dauert ungefähr 20 Minuten (wenn man den steilen Weg nimmt), da haben die Managerin und ich wohl aneinander vorbei geredet. Glücklicherweise hielt das Wetter, zwar bewölkt und kühler Wind, aber trocken. Der Aufstieg lohnt sich absolut und sollte nicht verpasst werden. Ein riesiges schön angelegtes Areal um den Gipfel herum mit vielen Aussichtspunkten, einer beeindruckender als der andere. Man kann über die gesamte Bay of Plenty schauen, sowohl südlich als auch nördlich. 

Selbst bei der Wolkendecke hatte ich gute Sicht, bei Sonnenschein muss es der absolute Hammer sein. Da es überall Bänke und Picknicktische gibt, der optimalen Punkt für ein Picknick und sicherlich traumhafte Sonnenauf- und -untergänge. Außerdem gibt es verschiedene Wanderwege um den Berg herum. 

Es gefiel mir hier so gut, dass ich beschloss, doch noch 2 Tage zu bleiben. Selbst bei schlechtem Wetter ist ein Strandspaziergang schöner als durch eine Stadt zu schlendern. Hamilton wurde daher von meiner Liste gestrichen. 

Zurück an der Promenade nutzte ich das Internet um zu schauen, ob ich direkt hier eine schöne Unterkunft finde. Große Hoffnungen machte ich mir allerdings nicht. Natürlich alles überteuert. Ein Backpacker-Hostel gab es, aber die Bewertungen waren nicht so gut. Also machte ich zunächst einen Strandspaziergang und erkundete noch eine kleine Halbinsel direkt vom Strand aus (nur bei Ebbe möglich, sonst ist sie eine Insel), schlenderte etwas die Promenade entlang, auch beim Backpackers vorbei. Die Lage war immerhin sehr gut. Ich wollte aber erst einmal in meiner Unterkunft nach der Möglichkeit einer Verlängerung fragen, online war sie nicht mehr buchbar. 

Platz für Verliebte

Das öffentliche Verkehrsnetz in Tauranga ist gut ausgebaut und so fuhr ich mit dem Bus zurück, war immerhin schon 16 Uhr und ich wollte mich noch um meine Wäsche kümmern. 

Ich konnte in meinem Hostel verlängern. Somit bleibe ich in Tauranga und fahre direkt von hier am 12.3.2017 nach Auckland, wo ich noch eine kurze Nacht verbringe, bevor am 13.3.2017 um 7.00 Uhr mein Flug Richtung Bali geht.

10.3.2017

Ich schlafe täglich besser. Ist wahrscheinlich gut, nicht alle 2 Tage das Bett zu wechseln. Trotz erneuerter sehr schlechter Wetterprognose hielt sich das Wetter und es blieb trocken. Für meine verbleibenden Tage hatte ich keine Pläne, lediglich entspannen, in Caffès abhängen, spazieren und ein bisschen auf Bali vorbereiten. Und genau das habe ich heute getan, bis auf eine kleine Sporteinlage. Auf den Tag genau vor 3 Monaten war ich das letzte mal joggen. Also lief ich eine Runde und für das erste Mal nach so langer Zeit ganz passabel. Mein Hostel liegt am Wasser, daher eine sehr schöne Runde. 

Tauranga City ist groß, unaufgeregt und nett zum Chillen. Man kann gut shoppen (das hebe ich mir allerdings für Bali auf) und gut essen und trinken in den zahlreichen Caffès und Restaurants. 

Zwischendurch ein bisschen Streetart. Lohnenswert ist die Stadt allerdings hauptsächlich wegen der vielen verschiedenen Strände und der Wassersportmöglichkeiten, wenn das Wetter entsprechend mitspielt. Für mich war es perfekt, bei schlechterem Wetter eher eine Stadt am Meer zu haben als einen kleinen Ort. 

Das nenne ich mal einen gelungenen Parkplatz in der City

Daher würde ich die Bay of Plenty auch eher der Bay of Island vorziehen. Jetzt 4 Tage in Paihia rumzuhängen wäre nicht meins. 

11.3.2017

Der Dauerregen hatte bereits nachts wieder eingesetzt und den ganzen Vormittag glich es draußen einem Weltuntergang. Es goß wie aus Kannen. Mittags hörte es zwar auf, aber es war kein Wetter, was einen unbedingt vor die Tür lockte. Meine einzige Aufgabe war, mein Zimmer zu wechseln, also einmal alles packen um dann mitgeteilt zu bekommen, dass ich das Bett doch behalten könne…Aber egal, so hatte ich das Packen schon erledigt und musste es nicht abends machen. Den restlichen Tag verbrachte ich mit lesen, im Hostel chillen und meine erste Unterkunft auf Bali buchen (ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung mit Frühstück und eigener Terasse-herrlich)… Ich hoffe nur, dass es morgen früh nicht so schlimm regnet, wenn ich zum Bus muss. Dann morgen noch eine Nacht in einem Backpacker Hostel in Flughafennähe, bevor es übermorgen Richtung Bali geht. Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet 😀

Typische Campervans zum Mieten in Neuseeland
Witzig sind sie, die Neuseeländer…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.