​Otago Peninsula – Duniden’s Juwel 28.2.2017

Bis gestern von Duniden noch nicht überzeugt, habe ich heute DAS Argument gefunden: Die Halbinsel Otago Peninsula…

Beim Frühstück habe ich Luke getroffen. Einen der amerikanischen Hiker, mit denen wir einige Zeit unterwegs waren. Welch ein Zufall, erneut jemanden den ich kenne in der selben Stadt, im selben Hostel. Und Duniden hat absolut nichts mit dem Te Araroa zu tun und andere Hostels gibt es auch. Ich hatte ihn kaum erkannt, da er Haare und Bart stark gekürzt hatte. Er ist jetzt mit seiner Freundin für längere Zeit unterwegs und die beiden wollen später auch nach Bali. Daher werden wir wohl weiterhin in Kontakt bleiben. In der Küche traf ich Jasmin noch kurz und verabschiedete mich von ihr. Sie und Jan machten sich heute Richtung Norden bis Christchurch auf, von wo aus sie in ein paar Tagen nach Mexiko aufbrechen. Dann musste ich mich beeilen, um meinen Bus auf die Halbinsel Otago Peninsula noch zu bekommen. Der Bus fährt nur einmal pro Stunde. Ich fuhr bis nach Portobello, einem kleinen Ort mit zwei Cafés. 

Portobello

Von dort aus wanderte ich die Highcliffroad entlang, eine Panoramastraße für Autos, sehr schmal und kurvig. Da nicht viel Verkehr herrschte, konnte ich dort gut laufen und die Ausblicke sowohl Richtung Duniden als auch auf die andere Seite zum Pazifik genießen. 

Blick zurück nach Duniden mit dem Hafen

Im Hintergrund Duniden

Nach einigen Kilometern bog ich auf eine kleinere Straße, die später unbefestigt war, Richtung Sandymount ab. 

Blick auf Sandfly Bay
Hoppers Inlet und Allans Beach
Hoppers Inlet
…mit Fallschirmspringer

Sandymount ist ein 319 Meter hoher Berg direkt an der Küstenlinie und bietet spektakuläre Blicke auf die Küste der Halbinsel und die Kliffe, sowie auf Sandfly Bay, meinem nächsten Ziel. 

Es gibt ihn: Peggy’s Hill !!!!
Hoppers Inlet und Allans Beach
Allans Beach

Bevor ich mich dahin aufmachte, genoss ich allerdings den Ausblick etwas und machte Mittagspause. 

Perfekter Spot zur Mittagspause: Blick auf Sandfly Bay und die weitere Küste

Der Weg zur Sandfly Bay (nicht mit Sandflies zu verwechseln) ist nur zu Fuß möglich. Der längste Teil führt durch riesige Dünenlandschaften mit tiefem Sand. 

So viele Schmetterlinge

Ich war froh, dass ich meine Tour nicht anders herum gestartet hatte, denn diesen Weg wollte ich keinesfalls aufwärts gehen. Abwärts konnte ich schön die Dünen herunterrutschen. Mehrmals musste ich allerdings meine Schuhe ausschütten, da so viel Sand hineingekommen war, dass sie drei Nummern zu klein wirkten. 

Im Sand versinken ist viel angenehmer als im Schlamm 😉

Die Bucht ist traumhaft. Seelöwen sonnten sich und schliefen am Strand, ebenso wie Robben auf den schattigen feuchten Felsen. Ich beobachtete die Tiere fast eine Stunde, wann trifft man sie schon mal in freier Natur an. 

Entspannte Seelöwen

Robben verschmelzen mit den Steinen

Am anderen Ende der Bucht muss man auch die Sanddünen hochklettern, aber viel weniger. Hierhin führt auch die Straße, die die meisten Besucher nehmen. Blöderweise schmerzte mein linkes Schienbein seit ein paar Stunden stark. Es nervt mich so dermaßen, dass immer etwas anderes weh tut. Anfangs dachte ich, der Schmerz zieht von dem angeschlagenen Knöchel hoch, aber es ist wohl ein neuer Schmerz. Da ich sofort an meine Knochenhautentzündung aus dem letzten Jahr erinnert wurde, beschloss ich, nicht bis nach Duniden zurückzulaufen, sondern zu einer Bushaltestelle. Aber auch dahin waren es noch ein paar Kilometer. 

Nochmals ein Blick zurück, einfach zu schön…

Hitchhiken traute ich mich nicht. Also lief ich die Straße bis nach Pukehiki und wollte dort dem Greenacres Track nach Macandrew Bay folgen, wo es hoffentlich eine Bushaltestelle gab. 

Der Track war an der Straße ausgeschildert und führte zunächst durch ca. 8 Tore über Weideland. Irgendwie kam mir das seltsam vor, denn einige Tore ließen sich nicht öffnen, da sie zugewachsen waren. Hier ist wohl länger keiner entlang gewandert. Ich kletterte darüber. Nachdem ich durch eine Schafherde ging, landete ich an einem Privathaus. Track zu Ende. Sehr seltsam. Also lief ich zurück Richtung Straße, natürlich alles wieder bergauf. Unterwegs traf ich den Anwohner des Hauses, der mir erklärte, dass das Schild an der Straße falsch steht und ich ein ganzes Stück an der Straße zurück laufen müsste, um zu dem Track zu kommen. Na super! Ich beschloss, mutig zu sein und auf der Straße doch zu trampen. Immerhin war ich schon wieder um die 30 Kilometer gelaufen. Die ersten Autos ließ ich vorbeifahren, da es schlecht zu halten war, oder weil ich feige war. An einer Stelle mit einer Einbuchtung blieb ich dann aber stehen und wartete. Eine Minute, erstes Auto, ich wurde mitgenommen. Unglaublich!  Ein deutsch-asiatisches Ehepaar, dass in der Nähe von Duniden lebt. Sie bestanden darauf, mich bis zu meinem Hostel zu fahren. Sooooo nett. Übrigens teilten sie mir auch mit, dass um diese Zeit sowieso kein Bus mehr gefahren wäre.

Wirklich ein toller Tag und trotz Schmerzen bin ich froh, den Ausflug gemacht zu haben statt im Hostel zu chillen. 


2 Gedanken zu “​Otago Peninsula – Duniden’s Juwel 28.2.2017

  1. Wow! Tolle Bilder, Peggy! Ich hoffe, Du hast noch eine tolle Zeit auf der Nordinsel! Viele Grüße aus Oamaru, wo wir heute hoffentlich nochmal Pinguine sehen werden. 😍

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