​Tekapo –  Highlights, Sommer und Wiedersehen 28.-29.01.2017 

Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Bus. Ziel: Tekapo. Das Wetter war herrlich, strahlender Sonnenschein, nicht eine Wolke am Himmel. Es war wieder eine tolle Busfahrt durch unterschiedlichste Landschaften. Höhepunkt war der türkisfarbene Lake Pukaki mit atemberaubenden Blick auf Mount Cook, dem höchsten Berg der neuseeländischen Alpen. 

Mount Cook

Ich hatte großes Glück mit dem Wetter, ihn so wolkenlos bzw. überhaupt zu sehen.
Auch hier kommen wir noch zu Fuß hin. Und zwar schon in wenigen Tagen. Noch mehr Vorfreude den Te Araroa fortzusetzen. 

Nach 3 Stunden war ich am Ziel und der herrliche türkise Lake Tekapo hieß mich im Sonnenschein willkommen. Da alle Unterkünfte ausgebucht waren, durfte ich als Wanderer am YHA Hostel zelten. Also baute ich direkt mein Zelt auf mit Blick auf den See. 

YHA Hostel am Lake Tekapo, bessere Lage geht nicht

So macht zelten Spaß! Neben mir campte ein anderer TA-Hiker aus Canada, der allerdings entgegengesetzt läuft, also von Süd nach Nord. Ebenfalls ein deutschsprachiges Pärchen, die die Südseeinsel laufen und auch Probleme mit dem schlechten Wetter die letzten Tage hatten. In den tiefen Flüssen wurden ihre beiden Handys trotz wasserfesten Hüllen außer Gefecht gesetzt. Somit können sie nun das GPS für den Trail nicht mehr nutzen. Ich gab ihnen unsere ausgedruckten Karten zum Kopieren. Da das Wetter so toll war, machte ich mich auch direkt auf, um ein paar Aussichtspunkte ausfindig zu machen. 

Ich lief den Mount John Walkway, ein dreistündiger Rundweg mit tollen Blicken auf den See und das Umland. Ringsherum Hochgebirge und schneebedeckte Berge. Ich ließ mir Zeit und genoß die Aussicht und machte ca. 1.000 Fotos 🙂 Es war so schön, dass es mich nicht gewundert hätte, wenn eine Meerjungfrau im See aufgetaucht wäre…

Der See ist aus einem ehemaligen Gletscher während der Eiszeit entstanden. Die Farbe ist unfassbar tief türkis. Diese kommt wohl vom Schlick, der von den Bergen in den See gelangte und der durch Lichtreflexionen grün-türkise Färbungen hervorruft. Etwas ungewohnt war, dass man auf den Mount John auch mit dem Auto fahren konnte. 

Auf dem Weg waren nur wenige Menschen zu sehen, auf dem Gipfel war es allerdings sehr wuselig. Dort befindet sich auch die Sternwarte der Universität. Nirgends kann man die Sterne so gut sehen wie hier.

Zurück am Zelt, sonnte ich mich noch etwas, las mein Buch und nach einer Dusche genoss ich mein Essen im Freien an einem der Picknicktische mit Panoramablick, eigentlich unbezahlbar. Im Hostel hielten sich fast ausschließlich Asiaten auf. Sie feierten ihr Neujahrsfest, kochten aufwendig und putzen sich heraus. Die Frauen sahen teilweise aus wie Bräute. Allerdings wirkt diese Mode auf mich immer sehr verkitscht und billig. Etwas nervig waren die aufwendigen Fotosessions. Nicht, dass jeder Schritt fotografiert wurde, man rückte auch mit professioneller Ausrüstung in jede Ecke und beschlagnahmte diese. Die asiatischen Frauen posieren sehr gerne und die Männer spornen sie an und packen auch noch eine dritte Kamera aus. Als ich kurz von meinem Essen wegging, weil ich die Gabel vergessen hatte, setzten sie sich an meinen Tisch und machten Fotos, obwohl mein Essen darauf stand. Nach fünf Minuten Zuschauen durfte ich dann auch weiteressen. Man hätte mich ja fragen können, ich hätte sicher Platz gemacht und mein Essen beiseite gestellt. Aber zum Verhalten der Asiaten generell vielleicht später mal mehr…

Nach dem Essen machte ich noch einen Abendspaziergang im Sonnenuntergang, kaufte vorher noch was Süßes zum Nachtisch. Plötzlich waren überall Hasen, die aus ihren Verstecken kamen, unzählige. Sie kamen aber nachts nicht an mein Zelt um mich zu erschrecken. 

Als die Sonne weg war, wurde es dann doch kühl und ich verkroch mich in mein Zelt. 

Am nächsten Morgen stand ich 6 Uhr auf, um den Sonnenaufgang zu genießen. Es war starker Wind aufgezogen, aber nicht kalt. Ich genoß die Morgenröte über dem See und kuschelte mich dann wieder in meinen Schlafsack. Nach einem gemütlichen Frühstück sonnte ich mich und las. 

Was für eine Aussicht, da kann man auch gerne drinnen sitzen.
Verfügbare Literatur im Hostel – Antwort: JA!

Irgendwie hatte ich keine Lust noch einen Wanderweg zu gehen und der See und die tolle Lage des Hostels boten sich für einen Gammeltag hervorragend an. 

Lake Tekapo im Laufe des Tages, Sonnenaufgang-Mittag-Abend

Gegen Mittag traf Bettina ein. Wie schön sie wohlauf wieder zu sehen und nun zusammen weiter zu gehen. Ihre Schrammen an Armen und Beinen lassen auf die schweren Tage, die hinter ihr liegen ansatzweise schließen…

Wir verbrachten den Tag mit quatschen, Kuchen essen, Wäsche waschen, Lebensmittel kaufen, kochten abends zusammen. 

Witzigerweise zeltete Tim auch mit uns und Mark und Páll waren im Holiday Park nebenan untergebracht. Welch ein Zufall, dass wir hier wieder alle gleichzeitig waren!

Abendspaziergang

In den letzten Tagen hat mich Neuseeland endlich überzeugt und in seinen Bann gerissen. Ich fand zwar bisher alles toll, aber wirklich tief berührt hatte es mich nicht. Noch immer nicht so sehr, wie der Westen der USA, bisher mein unangefochtener Favorit. Ich kann jetzt die Begeisterung für Neuseeland nachvollziehen. So viel total unterschiedliche Natur so nah beieinander. Und ich weiß, dass mich noch viele Highlights erwarten werden…

Zum Abschluss noch ein schöner Sonnenuntergang.

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