​Wandern um Franz Josef – Nebelsuppe Alex Knob 24.01.2017 

Auf nochmalige Nachfrage beim Helihike-Anbieter war niemand für heute abgesprungen, es bleibt also bei meiner Tour für morgen. Nach dem Frühstück verlängerte ich daher meinen Hostelaufenthalt um eine weitere Nacht, da der Bus, der mich weiter bringt nur morgens fährt, buchte den Bus nach Cromwell und für weitere 2 Tage ein Hostel. Der Ort sagte mir nichts, aber in Queenstown war alles ausgebucht und dort komme ich später über den Te Araroa sowieso noch hin. Cromwell liegt auf meiner Busstrecke und befindet sich an einem See. Ich lasse mich überraschen. Mit Bettina werde ich mich am Lake Tekapo wieder treffen, daher bewege ich mich langsam in diese Richtung. 
Gegen 9.30 Uhr machte ich mich zu meiner Wanderung auf. Ziel war der Alex Knob Track auf 1303 Meter in alpines Gelände mit tollen Panoramablicken. Einfache Strecke 4,5 Stunden. Der Weg bis zum Lake Wombat ist sehr einfach zu gehen. Tatsächlich war über Nacht hinter dem gestern lediglich einem grünen Berg ein ganzes Hochgebirge mit schneebedeckten Gipfeln gewachsen. Toll! Aber die ersten Wolken waren schon wieder im Anmarsch alles zu verdecken.

Ab dem Abzweig zum Alex Knob änderte sich der Weg schlagartig und kann nur geübten Wanderern empfohlenen werden, insbesondere aufgrund einiger Kletterpassagen. 

Blick zurück auf Franz Josef

Letzter möglicher Blick auf den Gletscher beim Aufstieg bevor die Wolken ihn verdeckten.

Durch den dichten Regenwald geht es immer bergauf bis über die Baumgrenze.

Oben angekommen wird man mit Sicherheit mit einem atemberaubenden Rundum-Blick und Blick auf den Gletscher entlohnt, würde man sich nicht in einer Wolken-Nebel-Suppe wiederfinden. 

Absolut nichts zu sehen, noch nicht einmal ansatzweise. Da ich in nur 3 Stunden oben war (Bettinas Training zeigt erste Erfolge), machte ich eine sehr lange Mittagspause und hoffte, dass sich die Wolken verziehen. Da es fast windstill war allerdings keine großen Chancen. Aber egal, 1 Stunde gab ich mir und den Wolken. 

Länger wollte ich nicht warten, da ich auskühlen würde und für Spätnachmittag Schauer angekündigt waren. Da es sich nach über einer Stunde eher noch mehr zu- als aufzog, trat ich den Rückweg an. Ich war eins mit der Wolke…

Beim Abstieg ließ ich es langsamer angehen, zum einen wußte ich ja jetzt, dass ich genügend Zeit hatte, zum anderen war es durch die Feuchte der Luft (leicht nieselig) sehr rutschig. 

An einigen Stellen fragte ich mich, wie ich da rauf gekommen bin. Bergauf fällt mir bei schwierigem Gelände mit Klettern immer leichter als bergab. Da ich schon in der Nähe war, machte ich noch den kleinen 30 Minuten Abstecher zum Lake Wombat. Ein herrlicher kleiner ruhiger Berg-/Waldsee in dem sich die Bäume spiegelten.

Wo ist unten, oben, Wasser…?

Ich verweilte etwas und als die Sandflies mich gefunden hatten ging ich gemütlich weiter Richtung Hostel. 

Gegen 17.45 Uhr zurück, machte ich es mir gemütlich, essen, Blog, lesen und mit Bettina die weitere Planung absprechen. Ich hoffe, morgen Vormittag spielt das Wetter mit, es sind schon wieder Unwetter angekündigt…


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