Golden Bay-Willkommen 2017 29.12.2016-01.01.2017

​29.12.2016

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und Coco machte sich auf den Weg, unser reserviertes Auto bei APEX abzuholen. Dieses hatte allerdings in der letzten Nacht einen Unfall. Die  Autovermietung war ausgebucht, hatte also kein Ersatzauto da, und wollte uns lediglich das Geld erstatten. Coco ließ jedoch nicht locker, immerhin wollten wir weg und hatten das nächste Hostel schon gebucht. Wir wurden daher an eine andere Autovermietung verwiesen, die allerdings am Flughafen war. Dorthin wurden wir gefahren, da der Flughafen sowieso auf unserem Weg lag. Am Flughafen angekommen,  war niemand bei der Autovermietung, da der Angestellte gerade Leute aus der Stadt abholte. Eine Frau, die zwischenzeitlich ein Auto zurückgab und die Schlüssel einwurf, berichtete, dass es sich um alte Autos handeln würde mit Schaltung, statt Automatik. Nach ca. 15 Minuten tauchte dann jemand auf. Allerdings sollte die Vermietung das Doppelte kosten, obwohl die ursprüngliche Autovermietung meinte, es wäre sogar günstiger. Bettina telefonierte mit der APEX Niederlassung in Nelson, die sich jedoch sehr unkooperativ zeigten. Also telefonierte sie mit der Hauptniederlassung, wurde dort auch an den Manager weiterverbunden, aber auch dieser war sehr kurz angebunden und meinte, das Geld wäre ja zurück erstattet worden und damit hätte sich alles erledigt. Die Differenz zu anderen Anbietern würden sie nie erstatten. Unfassbar! Also nie bei APEX buchen!

Wir buchten dann ein Auto bei der Vermietung am Flughafen, eine andere Wahl blieb uns ja nicht, immerhin Automatik und auch sonst in Ordnung. Nach 2 Stunden Verzögerung gings dann endlich los. Der erste Stopp war ein großer Supermarkt, bei dem wir unseren Großeinkauf für die nächsten 5 Tage erledigten. Dann ging es Richtung Abel Tasman Nationalpark. Wir fuhren einen empfohlenen Umweg, um eine schönere Route durch Wein-und Obstanbaugebiete zu fahren. Dort gab es auch deutsche Ortsnamen wie Neudorf von den ersten deutschen Siedlern.
Unsere Mittagspause machten wir auf dem Weg am Strand in Kaiteriteri.

Dort war viel Betrieb. Es war auch eine sehr schöne Bucht mit feinem Sand im einer gelb-leuchtende Farbe im schönen Kontrast zum türkisgrünen Meer. 
Da ich gerne den Split Appel Rock sehen wollte, machten wir auf dem Weg Richtung Marahau noch einen Abstecher dahin. Wir landeten in einer abgelegen traumhaften Bucht mit tollen Felsformationen und Höhlen. 

Witzigerweise trafen wir das holländische Pärchen wieder,  die Coco und mich beim Hitchhiking mitgenommen hatten.

Weiter ging es dann bis Collingwood, unserem Ziel für die nächsten 4 Übernachtungen, über einen Pass durch tolle Berglandschaften. An 2 Aussichtspunkten stoppten wir,  um uns die Beine zu vertreten und Fotos zu machen.

Interessante Felsformationen und Golden Bay im Hintergrund

Gegen 19.30 Uhr kamen wir im Hostel Summerset House an, kochten und quatschen noch auf dem Zimmer. Leider war es draußen kalt durch den starken Wind und daher nicht möglich auf der Terasse zu sitzen oder einen Strandspaziergang zu machen. Wir hatten allerdings ein gemütliches 3er Zimmer mit Meerblick.

30.12.2016

Morgens gingen Bettina und ich gegen 5.15 Uhr zum Sonnenaufgang an den Strand. Es war Ebbe und windstill. Eine tolle Stimmung. Ich liebe Sonnenaufgänge!

Danach gingen wir nochmal ins Bett. Unser Frühstück konnten wir in der Sonne auf der Terasse genießen. Anschließend fuhren wir zum Farewell Spit Nature Reserve, der nördlichsten Spitze der Südinsel. Zuerst hielten wir am Fossil Point und spazierten den Strand an der Südseite entlang.

Das Wasser war ruhig, der Sand aus Muscheln. Große Fischschwärme kleiner Fische sah man im klaren Wasser und hunderte schwarze Schwäne auf dem Wasser. 

Ein Angler fing einen riesigen Fisch. 

Als nach ca. 3 Kilometern die Sanddünen begannen, liefen wir über die Dünen zum Nordstrand. Die weite Dünenlandschaft war endlos und überwältigend. 

Wir kamen uns vor, wie in einer riesigen Sandwüste. Das Meer an der Nordseite war wilder, für mich viel schöner, auch wegen dem tollen unendlichen Sandstrand hier. 

In der Ferne sah man schon die Steilküste, unser nächstes Ziel. Zunächst ging es aber noch durch Wald zurück zum Auto. 

Auf dem Weg zum Cape Farewell nahmen wir 2 Hitchhiker mit. Eine Deutsche und einen Dänen. Immerhin konnten wir nun mit den Hitchhikern mitfühlen. Am Vortag konnten wir niemanden mitfahren lassen, da wir voll beladen waren. Das Cape war zwar nur eine kurze Fahrt entfernt, trotzdem kamen wir uns vor, wie in einer anderen Welt. Sehr irische Hügellandschaft mit grasenden Schafen und hoher steil abfallenden Küste. 

Einer Robbe konnten wir im Wasser schwimmen sehen. Wir machten hier auf den Wiesen unser Mittagspicknick und nach einem Verdauungsspaziergang mit Aussichten bis zum vorherigen Strand ging es weiter, über unbefestigte Straße, zum Wharariki Beach. 

Es hatte gerade Ebbe eingesetzt, wodurch wir über den paradiesischen Sandstrand zu einigen Felsformationen laufen konnten, in dunkle kalte Höhlen spähten, die sonst unter Wasser waren und vor allem die Robben mit ihren Babys beim Mittagsschlaf aus sehr geringer Entfernung beobachten konnten.

3 verschiedene Welten in kürzester Entfernung voneinander, Sonnenschein, ein Eis vor der Rückfahrt…ein wahres Paradies und nach einem guten Abendessen, was wir abends zusammen kochten, war das definitiv ein perfekter Tag!

31.12.2016

Für uns alle unfassbar, der letzte Tag des Jahres. Wo war 2016 nur hin, es ist so verflogen.
Nach dem erneuten gemütlichen Frühstück auf der Hostel-Terasse fuhren wir nach Takaka, dem 25 km entfernten Hippieort, in dem wir für den 2.1. auch eine Unterkunft gebucht hatten. Da uns der Ort bei der Anreise schon gefallen hatte und Samstag Markttag war, dachten wir, dass man trotzdem gut dahin fahren könnte.

Wir spazierten über den Markt und durch den Ort, nutzten vor der Bibliothek das freie WLAN und gönnten uns in einem netten Straßenkaffee einen schmackhaften Latte und Coco und ich auch was Süßes dazu. Es liefen uns tatsächlich viele Hippies über den Weg. Zum Teil echt crazy.

Auf der Rückfahrt hielten wir noch an den Pupusprings, wo es angeblich das klarste Wasser auf der Welt gibt.

Sie sind nett anzuschauen, aber sehr touristisch. Für den 45-Minuten-Track benötigten wir 10 Minuten. Wir fuhren zum Hostel und gingen an den Strand, um einfach mal nichts zu tun. 

Da es allerdings leicht zu regnen begann, zogen wir uns ins Hostel zurück, schliefen, lasen und bereiteten uns auf den Silvesterabend vor. Wir hatten Steine gesammelt, auf die wir unsere Wünsche für 2017 schrieben, um sie im neuen Jahr ins Meer zu werfen und bereiteten Fragen über das vergangene Jahr vor,  die wir die anderen abends fragen wollten, wie „Was war dein schönster Moment 2016?“. Gegen 18 Uhr liefen wir in Collingwood noch zu einem Aussichtspunkt und zum historischen Friedhof. 

Da es erneut zu regnen begann, machten wir es uns zum Silvesterabend in der Küche gemütlich, redeten, lachten, tranken, aßen, tranken weiter und aßen noch mehr…Ein schöner Silvesterabend mit guten Freundinnen. 

Gegen 2 Uhr gingen wir schlafen und da es am nächsten Tag weiter regnete und stürmte verkrochen wir uns ins Bett und legten einen gechillten Gammeltag ein. Am Spätnachmittag, als der Regen aufhörte, machte ich einen Strandspaziergang und versenkte meine „Wunschsteine“. Anschließend besuchte ich mit Coco den Neujahrsgottesdienst in der kleinen Kirche unterhalb unsere Hostels (unser Hostel war früher das Pfarrhaus). Da sich abends tatsächlich noch die Sonne zeigte, konnten wir auf der Terasse essen.  Mit Buch und Blogschreiben ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. 

Ich hoffe, auch am anderen Ende der Welt seid ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht.
Ich wünsche euch alles Gute,  Gesundheit, Glück, Freude und Leichtigkeit!


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