​Hilfsbereite Kiwis auf meiner Anreise nach Picton 22.12.2016

Von Auckland flog ich auf die Südinsel nach Nelson. Von dort musste ich weiter nach Picton, wo meine Freundinnen Bettina und Coco mich erwarteten. Mein größtes Problem, es fuhr kein Bus mehr nachmittags in diese Richtung. Das hatte ich schon vor Wochen festgestellt, nachdem ich mit meinen Freundinnen unsere gemeinsame Tour gebucht hatte. Umbuchen war aufgrund der Weihnachtsferien nicht möglich. Also stand fest, dass ich trampen (hitchhiking) musste. Meine größte Herausforderung, mit der ich seit Wochen kämpfte (liebe Eltern, natürlich habe ich euch das nicht erzählt, dann hättet ihr erst recht nicht schlafen können). Trampen in Neuseeland gilt allerdings als sehr sicher und meine Freundin Bettina musste sich dieser Herausforderung in den letzten 3 Monaten öfter stellen und hat nur gute Erfahrungen gemacht.
Am Flughafen neu für mich: keine Sicherheitskontrolle bei Inlandsflügen. So hatte ich noch genug Zeit, mir einen neuen Adapter zu besorgen, ein Desaster bisher. Zunächst hatte ich zu Hause den falschen eingepackt  (für die USA natürlich), dann kaufte ich einen USB-Adapter für 15 NZ$, der nach 20 Minuten den Geist aufgab. Ich tauschte ihn um, aber auch der nächste hielt nur 1 Stunde durch. Mal schauen, wie lange der neue hält, diesmal klassisch ohne USB für allerdings 20 NZ$.
Das Jetstar-Flugzeug war winzig. Eine kleine Propellermaschine. Das Gepäck wurde per Hand eingeladen, eine Rampe wurde nicht benötigt. Wir hatten nur einen lustigen Steward mit Weihnachtsmütze. Der Platz neben mir blieb frei, also keine Möglichkeit mit jemandem zu quatschen, der zufällig nach Picton musste. Bereits im Bus zum Flugzeug übers Rollfeld fakte ich einen Anruf, in dem ich (natürlich auf englisch) berichtete, dass kein Bus mehr nach Picton fahren würde und ich trampen musste. Nützte natürlich nichts, niemand reagierte…
Der Flughafen in Nelson war so klein, dass man direkt in der Halle für Abflug und Ankunft ankam und sein Gepäck am Ausgang neben den Taxis selbst vom Anhänger lud.
Die Mega-Katastrophe: Sturm und starker Regen! Ich packte meine Regenjacke aus und machte mich auf den Weg den Flughafen zu verlassen. Zwei Minuten und meine Hose war durchnässt. Angehalten hat kein Auto. An einer Kreuzung wusste ich nicht, welche Richtung richtig war und so ging ich in den ersten Shop, um mich zu erkundigen. Ein Laden für Autoteile und -zubehör. Keine Ahnung, wie man so eine Geschäft  nennt, Rasenmäher und Werkzeuge wurden auch verkauft (also so ein Männerladen, noch eine Kategorie über Baumarkt). Für Chris: es gab auch eine ganze Makita-Kollektion (Insider)… Die Verkäufer waren sehr überrascht über mein Vorhaben nach Picton zu kommen und erklärten mir die Richtung. Beim Verlassen des Ladens riefen sie mir hinterher, da ein Kollege aus dem Büro (später erfuhr ich, dass es der Chef war) in diese Richtung fahren würde und er mich mitnehmen könnte, wenn ich Zeit hätte und noch warten wollte. Ich war mir nicht sicher, ob er sagte, dass er mich auch noch bis Picton fahren würde. Aber aufgrund des Wetters war es mir egal. Ich nahm das Angebot an und wurde in den warmen Aufenthaltsraum gesetzt und mit Kaffee bewirtet. Sehr nett, keine Ahnung, wie lange ich warten sollte (hoffentlich nicht bis Feierabend, es war nämlich erst 15 Uhr).

So schlechtes Wetter sei hier um diese Jahreszeit eigentlich nie wurde mir berichtet, aber der ganze diesjährige Frühling ist sehr schlecht, wie ich bereits von Bettinas Berichten wusste, die auf der Nordinsel schon mit heftigem anhaltenden Regen und Kälte kämpfen musste. Nach 2 Stunden ging im Laden das Licht aus, also hatte ich das vorhin doch richtig verstanden. Allerdings passierte 15 Minuten nichts und es war total ruhig. Ich befürchtete schon, man hätte mich vergessen. Aber dann ging es los. Ca. 1,5 Stunden Fahrt mit einem netten Gesprächspartner später, der doch tatsächlich einen Umweg fuhr und mich an meinem Hostel absetzte (u.a. übrigens durch die bekannten Marlborough Weinfelder), erfolgte das große Wiedersehen. Ich überraschte Bettina und Coco in der Küche, die gerade ein wunderbares Abendessen kochten (in einem wunderschönen Hostel). Herrlich die beiden wiederzusehen und irgendwie unwirklich. Wir ließen den Tag bei tollem Essen (das Hostel servierte noch kostenlos Schokopudding zum Nachtisch), Wein und viel Reden ausklingen. Schön, meine beiden Freundinnen um mich zu haben!

Unterkunft: Sequoia Lodge & Backpackers BBH sehr gut


2 Gedanken zu “​Hilfsbereite Kiwis auf meiner Anreise nach Picton 22.12.2016

  1. Tolles Foto von euch dreien. Super das der Transport geklappt hat. Die KIWIS sind halt sehr freundlich und hilfsbereit. Ich wünsche euch dreien eine schöne Weihnachtszeit zusammen. Grüß mir die beiden ganz lieb und fühl dich umarmt.

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