Sri Lanka – Trekking 27.12.2014 – 10.01.2015

Sehnsucht nach Sonne und Wärme macht sich im trüben deutschen Winter bemerkbar und so beschlossen meine Freundinnen Bettina, Janina und ich über Silvester eine schöne Tour in wärmere Gefilde zu machen. Wir sind alle drei nicht die Asien-Fans, zumindest hatte es uns bisher nicht dorthin gezogen. Aber um diese Jahreszeit blieb nicht viel Spielraum, um die Sonne zu erhaschen und auch noch ein Trekking damit zu verbinden. So kamen wir auf Sri Lanka. Wir fanden ein Ein-Mann-Unternehmen in Bochum, der Touren mit einheimischen Wanderführern in Sri Lanka vermittelt. Da wir alle Wünsche unterbringen konnten und immer noch die Möglichkeit hatten, vor Ort Änderungen vorzunehmen, buchten wir über ihn. So erhielten wir einen eigenen Fahrer und für die größeren Trekkingtouren noch einen eigenen Guide. Vor Weihnachten gab es mächtige Unwetter und riesige Überschwemmungen in Sri Lanka, die unsere Reise kurz in Frage stellten, allerdings waren wir gut beraten, eine individuelle Tour allein gebucht zu haben, wodurch unser Fahrer, der die Verhältnisse vor Ort kannte jederzeit Änderungen mit uns besprechen konnte.

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Am Abflugtag herrschte plötzlich Wintereinbruch in Deutschland mit heftigen Schneestürmen. 4Nach zwei Stunden Warten an der Enteisungsmaschine am Flughafen Frankfurt/Main starteten wir endlich. Damit war schon einmal klar, dass wir unseren Anschlussflug nicht bekommen würden. Der Zwischenstopp in Quatar/Doha dehnte sich daher auf vier Stunden aus, aber die Fluggesellschaft hatte alles hervorragend organisiert und uns auf Folgeflüge gesetzt, so dass wir uns um nichts kümmern mussten. Durch die Zeitverschiebung hatte ich gar nicht daran gedacht, als mich plötzlich Janina und Bettina mit einem Geburtstags-Brownie-Kuchen (mein Lieblingskuchen) mit Kerzen zu meinem Geburtstag überraschten. Als Gutschein erhielt ich noch eine Ayuveda-Massage in Sri Lanka. Wirklich eine tolle Idee, über die mich sehr gefreut habe.

Am Flughafen in Columbo/Sri Lanka angekommen, erwartete uns bereits unser Fahrer und es ging auf eine fast sechs-stündige Autofahrt Richtung Giritale. Unterwegs hielten wir an einem tollen Lokal zum Essen und konnten uns auf die ersten Currys einstimmen. Direkt in dem Restaurant, dessen Garten komplett unter Wasser stand wie auch an vielen anderen Orten begegneten uns noch Reste der Überschwemmungen.

Giritale Hotel***, Giritale, Polonnaruwa, Sri Lanka5


Das Hotel befindet sich an einem Hang mit direktem Blick auf einen See. Schon die Einfahrt ist mit vielen Pflanzen geschmückt, was dem Hotel einen einzigartigen und natürlichen Charme verleiht. Die Zimmer sind zwar klein und schlicht gehalten, dies wird jedoch durch den atemberaubenden Ausblick auf den See wettgemacht.6 Besonders lohnend ist dieser Ausblick von der Terrasse aus, diese bietet Sitzmöglichkeiten und auch Cocktails, andere Getränke und Snacks. Das Essen war sehr gut, es wurde unter anderem auch eine traditionell singhalesische Küche angeboten. Nach unserem üppigem Essen kam die Mega-Überraschung: Licht aus, Kerzen an und die Band kam mit Gefolge, wie Restaurantchef und Hotelmanager, an unseren Tisch, spielte Happy Birthday und überreichte mir eine Torte (mit meinem Namen) und Blumen. Organisiert hatte dies, wie wir später erfuhren unser Fahrer. Sehr schön!

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Was hier so im Fluss herumschwimmt…Ein Schwanzschlag ist tödlich, kein Gegengift.

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Und nebenan spielen die Kinder…

Am nächsten Tag fuhren wir zunächst nach Polonnaruwa.12 Seit 1982 gehört der archäologische Park von Polonnaruwa zum UNESCO-Weltkulturerbe. Überreste von großen Dagobas (Stupas) und Tempeln mit zahlreichen Buddhafiguren sowie von Garten-, Park- und Palastanlagen und diversen Gebäuden einer ausgedehnten Stadt machen die Anlage zu einem Hauptanziehungspunkt des Tourismus. Durch die Anlage zahlreicher künstlicher Seen bei Polonnaruwa, und flächendeckender Bewässerungsanlagen, konnte die Landwirtschaft und insbesondere der Reisanbau auch während der Trockenzeit gute Erträge erbringen.13

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Weiter ging die Fahrt zum Sigiriya Lion Rock. Das ist ein Monolith in Sri Lanka, auf dem sich die Ruinen einer historischen Felsenfestung befinden. Der Name leitet sich von ‚Siha Giri‘ ab, was Löwenfelsen bedeutet. 1982 wurde Sigiriya von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 21Die Festung lag auf dem Magmablock eines erodierten Vulkans, der etwa 200 m aus der Ebene aufragt und einen perfekten Rundblick bietet. Auf dem Felsen befanden sich die Palastgebäude, von denen heute nur noch die Grundmauern zu sehen sind, da sie aus Holz gebaut waren. Es bestanden mehrere Zisternen, in denen aufgefangenes Regenwasser gesammelt wurde, um auch für den Fall einer längeren Belagerung ausreichende Trinkwasservorräte zur Verfügung zu haben. Auf einem Plateau an der nördlichen Schmalseite des Felsens befinden sich die Überreste des Löwentors, nach dem der Felsen vermutlich benannt wurde: Von dem riesigen Löwenkopf, durch dessen Maul man früher den letzten, steilsten Teil des Aufstiegs begann, sind nur die zwei mächtigen Tatzen übrig. Um den Felsen herum befand sich die von einem Wassergraben umgebene Stadt; die mittlerweile restaurierten Lustgärten beherbergen Überreste von Springbrunnen, Pavillons und einer Klosteranlage.18Auch wenn sich hier viele Touristen tümmeln, ist der Besuch ein Muss!

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Hotel Amaya Lake Ort: Kandalama, Dambulla, Sri Lanka25


Eine schöne Hotelanlage, die zum Entspannen einlädt. Neben Essen und Cocktails gönnten wir uns morgens 6 Uhr eine Yogastunde am See. Man wohnt in Chalets die über das recht große Areal am See verteilt sind. Die Chalets sind groß, komfortabel, sauber und landestypisch eingerichtet. Wir hatten Glück und durften ein Brautpaar bei deren Fotoshooting beobachten.

Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Dambulla. Unterwegs war eine große Straße überschwemmt, die auch nur über riesige Umwege zu umfahren war. Aber unser Fahrer war mutig und fuhr über die Fahrradbrücke…ein spannendes Unterfangen, Milimeterarbeit und zum Glück hielt die Brücke das Gewicht unseres Autos.

33Rock Tempel Dambulla Es gibt ca. 80 Höhlentempel in Dambulla, davon fünf große. Mit einer Fläche von 2100 m² ist dies die größte Tempelanlage des Landes. In vielen Tempeln befinden sich historische Malereien und Statuen. Insgesamt gibt es 153 Buddha-Statuen, drei Statuen von Königen und vier Statuen von Göttern. Letztere sind zwei Hindu-Götter (Vishnu und Ganesh), die im 12. Jahrhundert entstanden. Die Malereien beschreiben das Leben Buddhas, unter anderem Buddhas Versuchung durch den Dämon Mara sowie Buddhas erste Predigt. Die Tempelanlagen sind unter dem Namen „Goldener Tempel von Dambulla“ seit 1991 Weltkulturerbe der UNESCO.

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37Hindutempel in Matale
Der Tempel „Sri Muthumariamman Thevasthaman“ ist der größte Hindu-Tempel auf Sri Lanka und befindet sich in der Stadt Matale, an der Straße von Kandy nach Dambulla.

Typische Straßenszenen:

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41Punsisi Rest House Am Fusse des Adam`s Peak (2243 Meter hoher Berg im zentralen Hochland Sri Lankas)
Unsere Unterkunft lag zwar sehr schön, aber langsam machte sich bemerkbar, dass wir uns nicht mehr in Gebieten aufhielten, in denen viele nicht-asiatische Touristen waren. Es wurde ärmlicher und auch die Unterkunft war zwar sauber, aber sehr einfach und kalt. Die Betten waren klamm und wir froren uns durch die kurze Nacht.39 Traditionell wird der Berg nachts bestiegen. So kann man den Sonnenaufgang miterleben und den dreieckigen Schatten des Bergs im Nebel auf der westlichen Seite betrachten. Also begann der Aufstieg zum Adams Peak „Schmetterlingsberg“ bereits nachts 2.30 Uhr. Der kegelförmige Berg ist einer der am meisten verehrten der Welt und eine Pilgerstätte für Christen, Muslimen und Hindus gleichermaßen.

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Der Adam’s Peak ist bekannt für den Sri Pada „heiliger Fuß“, eine Vertiefung in einem Felsen nahe seinem Gipfel, die von den einen als Fußabdruck des Buddha, von anderen als der des Gottes Shiva oder wiederum von anderen als der von Adam gedeutet wird.

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Nach drei Tagen Autofahren und kaum Bewegung war die Anstrengung des Aufstiegs sehr überraschend. Kein „normaler“ Weg. Wer hatte vergessen zu erwähnen, dass es die 2000 Höhenmeter ausschließlich über Stufen zu besteigen gilt…44Unser Fahrer kam nicht mit, er besorgte uns einen Guide vor Ort, der uns (barfuß) begleitete. Entlang des Weges befanden sich hauptsächlich am Anfang und gegen Ende mehrere Teeshops und Stände, die Verpflegung verkauften. Entgegen dem Hinweis unseres Guides war der Aufstieg nicht durchweg beleuchtet und eine Stirnlampe wäre sehr empfehlenswert gewesen. Noch vor Morgengrauen erreichten wir völlig erschöpft den Gipfel, pünktlich um Zeuge eines einmaligen Sonnenaufgangs zu werden – ein unvergessliches Erlebnis und eines der Highlights unserer Reise. 51Ich glaube ich bin hier tatsächlich erstmals an die Grenze meiner körperlichen Leistungsfähigkeit gekommen, gegen Ende hatte ich wirklich das Gefühl, mich aus Erschöpfung heraus übergeben zu müssen. Aber der Sonnenaufgang entlohnte jede Mühe. Das Gefühl auf dem Gipfel mit den buddhistischen Gesängen kann ich nicht in Worte fassen. Man berichtete uns, dass es der erste sichtbare Sonnenaufgang seit Wochen gewesen sei. Aufgrund der Unwetter in den letzten Wochen, war die Sonne immer von Wolken verhangen. Wer diesen Aufstieg auf sich nimmt und dann noch nicht einmal belohnt wird…oh jeee, mit welcher Laune muss man dann vom Berg kommen. Wir hingegen hatten beste Laune und sprangen wir die Gämsen den Berg im Sonnenschein hinunter.

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Nach buddhistisch-singhalesischem Glauben sollte jeder gute Buddhist diesen Berg zumindest einmal im Leben bestiegen haben. Aus früheren Jahrhunderten gibt es Berichte darüber, wie Pilger auf Grund der Strapazen des Aufstiegs an Erschöpfung starben oder vom noch nicht mit Geländern gesicherten Weg von Windböen in den Abgrund geweht wurden; auch heute gibt es regelmäßig Todesfälle zu beklagen. Wir konnten das nach unserem Aufstieg gut nachvollziehen. Wir haben unterwegs barfüßige Menschen überholt, die hohen Alters waren und sicher mindestens drei Tage allein mit dem Aufstieg zubringen mussten!59

Nach dem Abstieg frühstückten wir, bevor es weiter ging Richtung Haputale. 66

Dort verbrachten wir Silvester allein mit unserem Fahrer und dem Restaurant-Inhaber. Anfangs etwas seltsam, aber nach etwas Alkohol wurde es dann sehr lustig. Vor allem unser Fahrer trank und trank und trank…und fuhr uns dann noch zu unserem Hotel…alles gut gegangen…

67Am Neujahrstag fuhren wir in die Horton Plains, das mit über 3250 Metern über dem Meeresspiegel das höchste Plateau Sri Lankas ist. Die Wanderung hielt verschiedene Szenerien und Regionen von unberührten Bergen und Graslandschaften und spektakuläre Aussichten für uns bereit. Von dem 700 Meter aus dem Boden ragenden World’s End lässt sich eine exzellente Aussicht genießen, wenn nicht gerade Nebelschwaden heraufziehen. Am besten geht man in den frühen Morgenstunden zum World’s End, dann hat man die besten Chancen auf eine gute Sicht. Da wir allerdings Silvester gefeiert hatten, entschieden wir uns für einen späteren Start, um ein paar Stunden schlafen zu können. Leider mit dem Nachteil vom World’s End nur in den Nebel herunterblicken zu können. Anschließend ging es zum wunderschönen Baker Wasserfall (Gonagala Fall). Der nur 22 Metern hohe Wasserfall  zählt zu den schönsten Wasserfällen in Sri Lanka. Die Bakers-Falls sind mehrstufige Kaskadenwasserfälle.

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Haputale Olympus Plaza Hotel83

Blick in den Sonnenaufgang
aus unserem Hotelzimmer.

Thangamalay Wald Reservat
Ab hier begleitete uns bei den Wanderungen nicht mehr unser Fahrer, sondern ein spezieller Guide. Der Weg führte uns durch Eukalyptus-, Tannen- und Regenwälder und über die Teeplantagen dieser wunderschönen Berglandschaft. Aufgrund der Überschwemmungen war die Zugstrecke für Züge nicht passierbar, so dass wir zu Fuß den Gleisen folgen konnten, was wir viel spektakulärer fanden. Nach einer Pause an einem Wasserfall wie uns unser Guide auf die Blutegel hin, die hier zu Hauf vorkommen. Ganz toll, damit war die Entspannung dahin. Tatsächlich fanden wir bereits die ersten in unseren Schuhen und an unseren Hosen. Also ab jetzt nur noch eingepackt weiter, Socken über die Hose…

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Misty Moutain Lodge – Unterkunft in der Teeplantage

100Diese Unterkunft inmitten einer Teeplantage war wieder sehr einfach und nachts natürlich sehr kalt. Aber wir hatten einen wunderschönen Abend mit tollem einheimischen Curry, bei dessen Zubereitung wir zuschauen durften, Musik, Tanz und Sari-Anprobe. Unser Fahrer ist nachgekommen, um den Abend ebenfalls auf der Lodge zu verbringen. Sowohl unser Fahrer, als auch die Hüttenbetreiben genossen den Abend mit uns. Sie spielten auf den einheimischen Instrumenten und sangen ihre Volkslieder. Als sie uns aufforderten, doch unsere deutschen Volkslieder vorzutragen, sie hatten echtes Interesse, haben wir schrecklich versagt. Nicht dass wir nicht singen können, uns fiel auch nichts ein. Hier wurde uns doch noch einmal bewusst, dass andere Nationen ihre Kultur viel mehr schätzen und pflegen als wir.

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Am nächsten Morgen wandern wir durch die Teeplantagen bis zum Bambarakanda Wasserfall, der höchste in Sri Lanka. Auch hier herrschte Blutegel-Gefahr, für mich also vom Kopf her keine entspannte Wanderung. Unser Fahrer erwartete uns in der Nähe und brachte uns in unsere nächste Unterkunft.104

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Eine Bergbewohnerin bittet uns in ihr Haus, um zu sehen, wie man hier lebt.

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Kinder wollen unbedingt fotografiert werden.

Ampersand B&B, Diyatalawa, Sri Lanka
116Eine wunderschöne Unterkunft einer englischen Auswanderin mit viel Liebe gestaltet. 115Die Hausdame ist sehr nett und wir unterhielten uns sehr gerne mit ihr.
Den Abend verbrachten wir bei der Familie unseres Guides. In einem typischen Sri Lankanischen Haus, wo wir einheimische Spezialitäten und Currys zusammen kochten und Informationen aus erster Hand von seiner Cousine erhielten. Es war ein sehr schöner Abend und ließ uns wirklich in das Leben der Einheimischen blicken.

Am folgenden Tag begann unsere Zwei-Tages-Wanderung zum Bogoda Tempel.117119118

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Hier durften wir die Vollmondzeremonie miterleben, zu der viele Einheimische zum Tempel reisen. Wir waren die einzigen Touristen und durften auch im Tempel übernachten. Die Tempel sind meist ärmlich und die Mönche sind auf die Spenden der Dorfbewohner angewiesen. Wir aßen bei einer Familie außerhalb des Tempels und durften dort auch die Dusche benutzen, immerhin kaltes fließendes Wasser. Die Zeremonie war ein beeindruckendes Erlebnis.

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Nach der Wanderung benutzten wir das erste Mal den öffentlichen Bus. Eine sehr abenteuerliche Fahrt, Serpentinen rauf und runter und zwischendurch mal eben den Motor repariert, als er versagte. Außer uns mussten alle mit anfassen und den Bus anschieben. Allein hätte ich hier nicht unterwegs sein wollen. Unseren Guide verabschiedeten wir nach dieser Tour.

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Nachdem unser Fahrer uns an einer Bushaltestelle wieder aufgelesen hatte, fuhren wir zum Tea-Shopping und anschließend zu unserer wunderschön gelegenen Unterkunft Ella Flower Garden Resort.146

Da wir sehr zeitig hier waren, schlug unser Fahrer für den Nachmittag noch eine kleine Wanderung vor, was wir natürlich nicht ausschlugen. Mittlerweile hatten wir unseren Fahrer klar machen können, dass wir tatsächlich mehr wandern möchten, als anscheinend seine anderen Gäste bisher. Auch bei der Buchung hatten wir das bereits angegeben, aber anscheinend ist das immer schwer verständlich zu machen. Ich habe den Eindruck, die Anbieten meinen, dass man sich im Vorfeld überschätzt und bieten dann die Routen an, mit denen sie gute Erfahrungen haben. 152Das mag auch stimmen, aber zumindest Bettina und mir genügen diese Strecken sowohl von Länge als auch Dauer der Wanderungen nicht. Daher wird es uns in Zukunft auch wieder zu ganz selbst organisierten Wanderungen ziehen, aber für einen ersten Eindruck in einem ganz anderen Land ist ein Guide für ein paar Tage schon empfehlenswert. 149Vor allem auch hier in Sri Lanka, da es keine beschilderten Wanderwege gibt. Die Wanderung auf den Little Adam´s Peak ist jedem Besucher dieses Teils von Sri Lanka zu empfehlen. Es handelt sich um eine Wanderung von ungefähr einer Stunde bis zum Peak. Rechts und links eröffnen sich phantastische Ausblicke in die Berge und zum Ella Gap. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, bevor wir wieder hinabstiegen.

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Am nächsten Morgen wanderten wir zum Ella Rock. Dieser Berg ist sehr bekannt und sollte ein Highlight der Wanderungen sein, für uns war er eher enttäuschend. Der Ausblick vom und der Weg zum Little Adam´s Peak am Vorabend war sehr viel beeindruckender.

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Wäsche trocknen…

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Aufstieg Ella Rock

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hochgiftige Pflanze, wird verkocht, wenn man den Ehemann loswerden möchte…

Uda Walawe National Park, Jeep Safari am Nachmittag. Der Uda Walawe Nationalpark ist einer der größten und populärsten Nationalparks Sri Lankas. Er erstreckt sich rund um den Uda Walawe Stausee. Der größte Teil des aktuellen Nationalparks bildet Grasland und Dornstrauchsavannen. Daher lassen sich auch im Vergleich zu anderen Nationalparks größere Tiere wesentlich leichter auf einer Safari entdecken als in anderen Parks. Bekannt ist der Park für seine große Elefantenpopulation.

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Nach der Safari brachte uns unser Fahrer in das riesiges Centauria Hotel, New Town Embilipitiya. Er hatte ein Upgrade gemacht und wollte uns damit einen Gefallen tun. Aufgrund der Überschwemmungen haben viele Touristen ihre Reisen storniert und so hatten wir den Megakomplex für uns allein. Das Hotel liegt direkt am Chandrika See. An sich ein schönes Hotel, aber nicht das, was wir uns im Urlaub wünschen. Am Abend wurden wir von zwei Köchen mit einem leckeren Drei-Gänge-Menü bekocht und von mehreren Kellnern bedient. Ich glaube alle waren froh, dass sie etwas zu tun hatten. Glücklicherweise erschienen dann doch noch Gäste von außerhalb zum Essen, so dass wir nicht mehr im Mittelpunkt standen und uns beim Essen etwas entspannen konnten.

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Tangalle Beach Mangrove Garden Cabana***


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Ein traumhaftes Resort mit lediglich fünf Holz-Beach-Cabanas direkt an einem atemberaubenden langen weißen Strand gelegen sollte unser Abschluss der Trekkingtour sein. Die Hütten sind offen, durch das Moskitonetz ist man aber gut geschützt. Das Restaurant liegt ebenfalls direkt am Strand mit Blick aufs Meer. Das Essen ist lecker und wird frisch zubereitet. Das Schwimmen ist 300 m weiter in einer natürlichen Lagune möglich (Das direkte Baden im Meer ist aufgrund der starken Strömungen kaum möglich.). Ein Ort mit viel Ruhe und einer rundum Wohlfühlatmosphäre, zum Entspannen traumhaft.

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Von hier aus unternahmen wir noch einen Ausflug nach Tangalle mit dem Tuk-Tuk. Eine sehr spannende und teilweise rasante Fahrt. In Tangalle selbst probierten wir frisches Obst auf dem Markt, irgendetwas Paniertes an einer Bude und gingen dann in ein Restaurant der Locals. Alles sehr spannend und lecker. Touristen sah man kaum.

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Besser kann ein Tag nicht beginnen – Sonnenaufgang…

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Genuss an unserem letzten Abend…lecker…

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Am letzten Tag, der eigentlich für den Strand vorgesehen war, fuhren wir früh ab, da der Weg zum Flughafen sehr lang war und Unruhen befürchtet wurden. 183In Sri Lanka war Wahltag und es wurden Warnungen vom Auswärtigen Amt herausgegeben, sich an diesem Tag nicht auf den Straßen aufzuhalten. Auch unser Fahrer wurde sichtlich nervös, je näher wir dem Wahltag kamen. Also waren wir natürlich damit einverstanden früher zu fahren und in Columbo in Flughafennähe noch für ein paar Stunden ein Bett zu bekommen. Unterwegs legten wir einen Stopp in Galle – einer Hafenstadt im Süden ein. Bereits die Portugiesen errichten in Galle im 16. Jhd. ein kleines Fort. 1640 stürmsten die holländischen Kolonialherren das Fort, übernahmen es und bauten es zur heutigen Größe aus. 1796 fiel das Fort den Briten kampflos in die Hände. Für die Briten war Galle ein bedeutender Hafen, von hier aus wurden die Kolonialwaren nach Hause verschifft. Es war wie in einer anderen Welt, nichts erinnerte mehr an das Sri Lanka, was wir die ganze Zeit gesehen hatten. Es wirkte wie eine kleine englische Hafenstadt, Armut kaum sichtbar. Dafür auch viele Touristen, das erste Mal auf unserer Tour. Hier in der Gegend befinden sich auch viele Ayurveda-Hotels der höheren Klasse. Die Touristen, die hier absteigen waren zwar in Sri Lanka, sehen aber nichts von dem tatsächlichen Leben-erschreckend!

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In der Nähe des Flughafens hatten wir für einige Stunden ein Doppelzimmer in einem kleinen Hotel. Das Hotel war sehr nett und es hatte eine gute Küche, direkt am Strand, und zu dritt im Doppelbett…unser (fast) letztes Abenteuer auf der Reise. Die Unruhen blieben zum Glück aus. Unser Fahrer verabschiedete sich nach dem Essen und bestellte für nachts ein Taxi, das uns zum Flughafen bringen sollte. Leider tauchte das nicht auf und nach mehreren Telefonaten, die oft beendet wurden, weil unser Gesprächspartner kein Englisch sprach, wurde uns endlich ein Taxi geschickt; Erleichterung…

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Es war ein wunderschöner Urlaub, sehr abwechslungsreich und mit ergreifenden Erlebnissen auf dem Adam´s Peak und im Bogoda Tempel. Allerdings konnte er mich nicht von Asien überzeugen, wie auch zuvor mein Bauchgefühl schon angezeigt hatte. Ich kann gar nicht greifen warum, aber es ist nicht meine Landschaft, zu grün, keine kahlen felsigen Berge, zu viel Armut… Trotzdem wollte ich die Erfahrung nicht missen.3

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